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Barfen bedeutet  "Biologisch Artgerechte Rohfütterung"

Rohes Fleisch:

Proteine, Fette, Mineralien, Vitamine und

Wasser werden durch das rohe Fleisch angeboten.

Grundsätzlich können Rind/Kalbfleisch, Geflügel

(keine Angst vor Salmonellen), Fisch, Wildfleisch,

Ziege oder Schaf gefüttert werden.

Fische enthalten zum Beispiel viele essentielle Fettsäuren

(Omega 3 /6 Fettsäuren etc.).

Ebenso ist Geflügelfleisch reich an essentiellen Fettsäuren.

Schweinefleisch sollte tabu sein, da es den

Aujeszky-Virus enthalten kann   Wikipedia-Info zum Aujeszky-Virus

Blut: wertvolles Schlachtprodukt, das unter anderem hochwertiges Eiweiß,

Eisen, nahezu alle Vitamine und Natrium enthält,also die Abtropfflüssigkeit

beim Auftauen von Fleisch immer mit füttern!   

Lunge vom Rind  

Rindermix gewolft mit Ochsenschwanz

                

Innereien: Leber und Niere sind sehr eiweißreich und recht mager,

allerdings beinhaltet besonders die Leber recht schwerverdauliche Glykogene,

der Calciumgehalt ist niedrig, dafür aber der Vitamin-A-Gehalt recht hoch.

Auch Kupfer, Eisen, B-Vitamine und Biotin sind reichlich enthalten - größere

Lebermengen können abführend wirken, da das schwerverdauliche Glykogen mikrobiell

im Dickdarm zerlegt wird. Eine wöchentlich einmalige Fütterung

sollte bestens ausreichen, da eine Überfütterung gerade wegen des hohen

Vitamin-A-Gehaltes nicht ungefährlich wäre, die Inhaltsstoffe aber doch 

so gehaltvoll sind, dass ein Verzicht auch ein Verlust wäre.  

Mägen von Wiederkäuern (Kuh, Schaf): sind wegen des vorverdauten Grases

(besonders Blättermagen) sehr vitaminreich, anscheinend schmackhaft,

und äußerst für die Fütterung zu empfehlen. Zwar dreht sich einem anfangs

der Magen um beim Gestank, der sich einem bei der Zerschneidung eines

Blättermagens bietet, allerdings hat sich bisher noch jeder Barfer daran gewöhnt... 

Schlachtabfälle (Ohren, Flechse, Lunge, Euter usw.): sind eher minderwertige

Schlachtabfälle und sind in der Aminosäure-Zusammensetzung eher ungünstig und

nicht so leicht verdaulich. Die Milz hat zwar einen erhöhten Eisengehalt und ein

Euter kann sicherlich wegen Milchrückständen Calcium enthalten, doch sind weder

viele Vitamine noch Mineralstoffe enthalten, so dass ich die

Fütterung niemals für notwendig befunden habe - einzig getrocknete Lunge als Leckerchen,

oder frische Lunge als nährstoffarmer Diätfüllstoff erscheinen uns sinnvoll, aber das kann

jeder für sich entscheiden.   

Fisch (wie Seelachs, Lachs, Sardinen usw.): enthalten zwar viele essentielle

Fettsäuren und Jod, wertvolle Vitamine, allerdings sind die meisten Fische sehr fett.

Jedoch sollte Fisch nicht zu häufig gefüttert werden, da Thiaminasen

(Enzyme, die Vitamin-B1 spalten) enthalten sind und manche Fische auch

Parasitenzwischenformen und Bakterien enthalten, die unseren Hunden allerdings

noch nie geschadet haben! Wichtiger ist, dass Trimethylamin inaktiviert wird und

dass diese Hemmung bei Dauerfütterung eine Blutarmut verursachen kann.

Einmal die Woche Fisch reicht vollkommen und schadet nicht!

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Rohe Fleischknochen: 

Sehr wichtig bei der rohen Fütterung sind die Knochen.

Knochen sind nicht nur nützliche Zahnputzer, im Gegenteil,

sie enthalten lebenswichtige Stoffe, Eisen, Fett, Mineralien,

Enzyme und natürlich Calcium für ein gesundes Knochengerüst.

Abhängig von der Größe des Hundes können auch härtere

Knochen verfüttert werden, die komplett aufgegessen werden sollten.

Ideal sind Rinderknochen von der Brust, Geflügelknochen

(Keine Angst vor Geflügelknochen), Hühnerhälse, Lammbrust/-beine,

Kniegelenke, Ziegen- oder Schafslammgerippe, Kalbsknochen,

Kaninchenknochen, Fische mit Gräten (Keine Angst vor Gräten an Fischen) 

Rinderknochen (Brustknochen) sind sehr gut verdaulich, enthalten allerdings

meist weniger essentielle Fettsäuren. Ochsenschwanz, Rippen und Kniegelenke

sind sicherlich des Öfteren eine willkommene Abwechslung.

Kehlköpfe und Luftröhre sind gute Knorpelteile, die jedoch

leicht zu Durchfall führen können. Knochen abnagen ist dazu

nicht nur gesund, sondern stärkt auch noch das Gebiss,

reinigt die Zähne, beansprucht die gesamt Kopf- und Nackenmuskulatur

und ist eine sinnvolle Beschäftigung die allen Hunden großen Spaß macht!

Durch das langsamere Abnagen kann der Magen sich sozusagen auf die

Verdauung vorbereiten und anders als bei komplett geschlungener

Nahrung kann das Gehirn auch den Befehl geben,

dass der Organismus nach einiger Zeit gesättigt ist.

Knochen niemals kochen, braten, grillen oder in irgendeiner

Form erhitzen, da sich die Knochenstruktur ändert.

Sind rohe Knochen ungefährlich und voll verdaulich,

bewirkt das Erhitzen in erster Linie ein Denaturieren

sämtlicher Vitamine und Nährstoffe und verändert die

vorher verdauliche Knochenmasse in ein schwer verdauliches

Gemenge, das zu Durchfällen, Verstopfung,

bei Hühnerknochen zu Darmverletzungen durch Splittern

und vielen unangenehmen Nebenwirkungen führen kann.

Also Knochen immer roh!

Ochsenschwanz

 

                                          Wirbelsäule vom Pferd (sehr harte Knochen)

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Rohes Gemüse

Auch hier gilt: roh, roh, roh. Rohes Gemüse enthält Vitamine

und Enzyme, Ballaststoffe und Mineralien. Je grüner, desto gesünder,

sprich Blattgrün beinhaltet die meisten Vitamine. Zwar kann ein Hund

keinen Zellstoff verdauen, doch sobald man die ganze Chose in einem Mixer

püriert, sieht die Welt wieder ganz anders aus und der Hund kann auch

rohes Gemüse prima verwerten. Nicht klein schneiden, sondern wirklich ein

wahres Mus aus Gemüse pürieren, erst dann ist der Hund in der Lage, die

guten Vitamine und Ballaststoffe aufzuspalten und aufzunehmen. Ob mit

dem Pürierstab, im Fleischwolf oder in der Küchenmaschine, gerne auch im

Mixer - breiig sollte es sein! Dazu einen Schuss Fisch-/Nachtkerzen-Öl,

da Gemüse viele fettlöslichen Vitamine enthält. Grundsätzlich gilt: am besten

Gemüse der Saison auf dem heimischen Markt kaufen - ist am wenigsten

belastet und muss nicht einen weiten Weg auf den eigenen Tisch zurücklegen,

kommt also eher ohne Konservierungsstoffe aus!

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Eier:

Zuerst einmal sollte klar sein, dass auch das Ei roh gefüttert wird. Ein Ei enthält

neben Protein und Fett auch viele gutverdauliche Substanzen, viele Vitamine,

essentielle Fettsäuren, Spurenelemete und die Eierschale ist ein prima Calciumlieferant.

Einzig das Eiklar sollte man weglassen, da erstens Avidin darin enthalten ist,

eine antinutritive Substanz, die leider ein absoluter Biotinbinder ist und somit

Mangelerscheinungen hervorrufen kann, und zweitens ein Trypsinhemmstoff im Eiweiß

enthalten ist, der zu Verdauungsstörunen führen kann. Zwar gibt es darüber geteilte

Meinungen, aber im Zweifelsfall lieber auf Nummer sicher und Eiklar trennen! Schale

und Dotter ab in den Mixer zum übrigen Gemüse, allerdings nur 2-3 mal pro Woche!

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Diese Lebensmittel sind für Hunde "nicht geeignet" oder giftig:

 

Weintrauben und Rosinen

Schokolade

Zwiebeln/ Lauch

Knoblauch

Avocado

Kakao

Obstkerne

Rohes Schweinefleisch

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Die Vorteile vom Barfen:

-Weniger Durchfall

-Weniger Unruhe und bessere Sättigung

-Weniger Zahnstein, weniger Mundgeruch

-Weniger Vitamin-Mangel, kein glanzloses Fell

-Geringere Krankheitsanfälligkeit

-Bessere Leistungsfähigkeit

-Kaum Übergewicht

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Obst- und Kräuterlexikon

Apfel (alles):

Anwendung: bei Durchfall, Entschlackung und Entgiftung, kann täglich gegeben werden.

Dosierung: täglich einen feingeriebenen Apfel, hält die Darmflora gesund.

Basilikum (Blätter):

Anwendung: bei Blähungen und Magenverstimmungen, herzstärkend, geburtsfördernd

Dosierung: ab und an bei Beschwerden (nicht bei trächtigen Hündinnen)

Brennessel (Blätter und Samen):

Anwendung: Stoffewechselanregend, entschlackend, Stimulierung des Immunsystems

Dosierung: Kur im Frühjar, im Herbst als Entgiftungskur

Brombeere (Blätter und Früchte):

Anwendung: bei Durchfall, blutreinigend, harntreibend

Dosierung:  Blätter getrocknet aufs Futter geben, oder als Aufguß

die Früchte püriert in das Futter geben

Dillkraut (Kraut und Samen):

Anwendung: milchbildend, harntreibend

Dosierung: bei der laktierenden Hündin zur Milchbildung (nicht bei trächtiger Hündin)

Gänseblümchen (Blüten):

Anwendung: Stoffwechselanregung, harntreibend, bei Wunden und Ekzemen äußerlich

Dosierung: bei Wunden und Ekzemen ein Aufguss als Umschlag, als Frühjahrskur die 

Blüten ins Futter

Hagebutte (ganze Frucht):

Anwendung: sehr guter Vitamin C Lieferant

Dosierung: sehr gut zur Stärkung des Immunsystems im Winter, der Vitamingehalt bleibt 

beim Einfrieren erhalten

Himbeere (Blätter und Früchte):

Anwendung: Stärkung des Organismus, Stärkung der weiblichen Fortpflanzungsorgane,

Unterstützung einer natürlichen und leichten Geburt

Dosierung: Blätter kurzmäßig, die Früchte zur Erntezeit zerdrückt unter das Futter mischen

Schwarze Johannisbeere (Beeren):

Anwendung: Stärkungsmittel, gegen Durchfallerkrankungen,  bei Stoffwechselstörung

Dosierung: können zur Erntezeit täglich zum Futter beigemischt werden

Löwenzahn (Blätter und Wurzel):

Anwendung: blutreinigend, bei Fieber, beeinflusst Stoffwechsel und Bindegewebe,

bei rheumatischen Beschwerden

Dosierung: Blätter im Frühjahr als Kur, im Herbst ist die Erntezeit der Wurzeln, getrocknet (gemahlen)

verfüttern, hoher Vitamin A Gehalt

 

 

copyright D. Schuck 2012

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